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Verregneter Mai in Wiesbaden….
























Nach einem ewig dauernden Winter hätten wir wirklich etwas besseres verdient. Aber der Wettergott hat kein Erbarmen mit uns. Wo man auch hinschaut, Steppjacken, Stiefel und Schirme beherrschen das Straßenbild. Die blühenden Sträucher im Park lassen deprimiert ihre Köpfe hängen. 
Thermine, die kleine Stadtbahn neben der Touristikinformation wartet vergeblich auf Kundschaft. Kinderspielplätze sind verwaist. Die Schachspieler im Kurpark hingegen lassen sich nicht beirren, sie halten durch.
























Verwaiste Biergärten, in den Läden hängt unbeachtet die Sommerware. Die Eisverkäufer klagen über schlechten Umsatz. Menschen die mit ihren Schirmen kämpfen. Genau die richtige Zeit um mal wieder ein Museum oder eine Galerie zu besuchen, oder  eine Kirche zu betreten. Viele schlendern durch Buchläden oder vertreiben sich die Zeit in den Bibliotheken um Zeitungen und Magazine zu lesen - und die Cafes haben Hochbetrieb......

  




Zeit der Herbstzeitlosen

























Pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang, der am ersten September, drei Wochen vor dem Kalendarischen beginnt, sieht man auf feuchten Wiesen die violetten Kelche der Herbstzeitlose leuchten. Auch wenn die Sonne noch so sommerlich daherkommt, sie lassen keinen Zweifel aufkommen, dass ein Jahreszeitwechsel bevorsteht. Die Sonne steht tiefer als noch vor ein paar Wochen. Die Schatten sind länger geworden, und wenn man genau hinschaut, sieht man, dass das satte Grün des Sommers Farbe verloren hat. Überall hat es gelbe und rostfarbene Flecken bekommen. Morgens liegt der Weg unter den Platanen voller dürrer Blätter.
Die Herbstzeitlose schaut aus wie ein Krokus, gehört aber zu der Familie der Lilien. Doch Vorsicht, lassen Sie Ihre Kinder keine Blumen pflücken. Die Pflanze ist sehr giftig. Sie enthält das Zellgift Colchizin, was dem Arsen sehr ähnlich ist. Nach anfänglichen Magen-Darm Beschwerden kann nach eins bis zwei Tagen der Atemstillstand eintreten.


Die Störche von Wiesbaden/ Schierstein

























Schierstein ist ein am Rheinufer gelegener Stadtteil Wiesbadens, mit einem hübschen kleinen Hafen für Freizeitkapitäne, und schönen Spazierwegen unter schattigen Platanen.
Flussabwärts zieht sich ein dreißig Kilometer langes Naturschutzgebiet mit dem Prädikat Europareservat.
Der Rhein ist hier bis zu einem Kilometer breit, mit einer Reihe von Inseln und idyllischen Stillwasserzonen. Im Winter beherberget dieses Gebiet viele Wintergäste aus dem hohen Norden, wie die Gänsesäger und Schellenten.
Der Weißstorch war hier schon immer heimisch. Aber nach dem zweiten Weltkrieg wurde er nicht mehr gesehen. Einer Initiative gelang das ambitionierte Unternehmen den Weißstorch in den siebziger Jahren wieder anzusiedeln. Heute brüten jedes Jahr ungefähr fünfzehn Paare auf künstlichen Horsten, auf Pappeln, Hochspannungsmasten und auf einem ehemaligen Fabrikschornstein an der Hafenpromenade. Im Spätsommer kann man sie in Scharen auf den umliegenden Feldern, mit ihren flügge gewordenen Jungen hinter Traktoren einherschreiten, und die an die Oberfläche gepflügten Insekten verzehren sehen. Die meisten von ihnen ziehen im Herbst in den Süden, nur einige wenige ältere Tiere ziehen es vor, den Winter am Rhein zu verbringen.

Ein Spaziergang im Wiesbadener Naturschutzgebiet Rabengrund
























Der Rabengrund, geographisch gelegen zwischen Neroberg und Jagdschloss Platte, war einst ein geliebtes Ausflugsziel der Wiesbadener. Heute befindet sich hier ein Naturschutzgebiet. Vor dem Hintergrund einer Hügelkette mit bläulichen Nadelhölzern und ausgedehnten Laubwäldern zieht sich eine leicht gewellte Wiesenlandschaft mit Hecken und Büschen. Das Gebiet ist umgeben von Quellen, durchzogen von Rinnsalen und pappel-gesäumten Bächen. Begrenzt wird der Rabengrund durch einen vor mehr als hundert Jahren erbauten Rundweg, zum großen Teil gesäumt mit knorrigen Kastanien, die inzwischen in die Jahre gekommen, an manchen Stellen etwas windschief am Wegesrand stehen. Damals diente der Weg als Parcours für Pferdekutschen auf Spazierfahrt, heute ist er den Wanderern und Radfahrern vorbehalten. Im Verlauf des Weges befinden sich mehrere in Stein gefasste Quellen an denen man seinen Durst löschen kann.























Man kann hier das ganze Jahr über selten gewordene, und deshalb geschützte Pflanzen bewundern. Im Frühling sind es die Schlüsselblumen, in den Monaten Mai und Juni blühen hier mitteleuropäische Orchideen aus der Familie der Knabenkräuter, ebenso wie die weiße Waldhyazinthe und die Türkenbundlilie, und im Herbst leuchten die lila Kelche der Herbstzeitlose im Gras.