Das Monument Valley

 
Es gibt wohl kaum jemand, der diese Landschaft nicht schon einmal gesehen hat, life oder in diversen Magazinen in denen  Zigarettencowboys und Werbe-autos vor dieser einzigartigen Kulisse in Szene gesetzt wurden. Hinzu kommen viele Filme die hier gedreht wurden. In der Tat ist diese Gegend eine unwirkliche Filmkulisse in einem flachen Tal, mit Felsen aus rotem Sandstein, die auf ganz eigene Art geformt sind. Gewaltige von Wind und Wasser modellierte Monolithen, die bis zu einer Höhe von 300 Metern über der Wüste aufragen. Türme und Nadeln, abgeflachte Berge und kühne Bögen beherrschen die Landschaft.
 

Dieses Land gehörte einmal den Indianern. Daran erinnern nur noch Schilder wie "Indian Reservation". Im 16.- und 17. Jahrhundert wurden sie von den spanischen Konquistadoren aus-gebeutet und zum katholischen Glauben "bekehrt" und im 19. Jahrhundert von den Armeen der Vereinigten Staaten ihres Landes beraubt. Seither leben sie in Reservaten, und kämpfen um das Überleben ihrer Kultur. Mit 200.000 Mitglieder sind die Navajos heute der größte Ureinwohner-Stamm der USA.  Abhängigkeiten von US Firmen erlauben ihnen aber, trotz reicher Bodenschätze, nur eine Existenz an der Armutsgrenze. So verkaufen sie, um zu überleben, ihre kunst-handwerklichen Arbeiten aus Silber und Schafwolle.
 
Am Visitor Center sind die Sonnenauf- und untergänge unübertrefflich. Dann stehen die Inselberge als Silhouette vor der Sonne und einem zuerst purpurnem, später roten Himmel, als würden die Felsen nachglühen. So rot lässt die untergehende Sonne sie erstrahlen.
Am besten begibt man sich in die Obhut eines Navajo Guides. Denn erstens bedeutet das Arbeit für die Menschen die hier leben, und zweitens haben sie jemand an ihrer Seite, der wirklich weiß wovon er spricht.
 
 
 
 
 

 
 

Es war einmal ........ Das Chateau d´Ussé


Da war in alten Zeiten, in sehr alten Zeiten, ein König und eine Königin, die hatten alles, nur keine Kinder. Endlich, nach jahrelangem Warten, ward ihre Sehnsucht gestillt, ihr höchster Wunsch erfüllt. Die Königin gebar eine Prinzessin.
So beginnt das Dornröschen  in der Fassung von Charles Perrault  "Die Schöne, die im Wald schlief".

Beim Anblick des Chateau d´ Ussé fällt es nicht schwer, sich das Leben der Ritter, der Edelfrauen und Minesänger bildlich vorstellen. Mit seinen zahlreichen spitzen Türmen und Türmchen hat das Schloss den Charakter einer mittelalterlichen Festung. Im Hintergrund der Wald von Chinon und vor dem Schloss der Indre, ein Fluss der bei Avoine in die Loire mündet. Die Mittelalter-Fantansie eines jeden Romantikers wird beflügelt. So muss es auch Charles Perrault ergangen sein. Er war ein französischer Schriftsteller und Märchensammler, der Mitte des 17. Jahrhunderts das Schloss d´ Ussé besuchte. Man sagt er wurde hier zu diesem Märchen inspiriert.

Erst gegen Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Geschichte von den Gebrüder Grimm als Dornröschen über-liefert, wobei sie nicht eins zu eins übernommen wurde, sondern sie ihre eigene Version  in den Kinder- und Haus-märchen veröffentlichten.

Auf den Wehrgängen wird mit Wachsfiguren die Geschichte Dornröschens erzählt, und es gibt  Menschen die glauben, dass auf Schloss Ussé im dunklen Wald von Chinon die Märchenprinzessin immer noch auf ihren Erlöser wartet.

Der größte Teil des Schlosses wurde im 15. und 16. Jahrhundert auf den Grundmauern einer alten Festung aus dem 11. Jahrhundert errichtet, wobei jeder der aufeinanderfolgenden Schlossherren seine Ideen einzubringen vermochte. 1521 ließ Charles d´Espinay die Stiftskapelle errichten, 1664 schuf der Marquis de Valentinay die französischen Terrassen, die der  Gartenarchitekt von Versailles für ihn entwarf, und die man heute im Sommer blumenübersät bewundern kann.

 



 

Die Felsenwohnungen der Loire

Geologisch ist die Touraine eine mäßig hohe Kreideplatte in die sich die Loire und ihre Nebenflüsse eingesenkt haben. Die Hänge aus weichem kreidigem Tuffstein eignen sich vorzüglich für den Wein und den Obstanbau.
Der Abbau von hellem Kalkstein, den man zum Bau der meisten Schlösser und für die Dörfer verwandte, hinterließ hunderte von Höhlen. Da das Gestein ohne Mühe zu bearbeiten ist, haben die Bewohner ganze Höhlensysteme in den Felsen gehauen. Dort lagern bei gleichbleibender Temperatur die berühmten Weine oder sie werden zur Pilzzucht genutzt.  In der Umgebung von Anjou werden etwa 75 % der französischen Zuchtpilze erzeugt.

Vielerorts nutzten die Menschen aber auch die klimatischen Vorzüge der Höhle für ihre eigenen Wohnzwecke. Es waren Wohnstätten von eigenem Reiz, im Sommer kühl, im Winter warm. Oft verbargen sie sich hinter anspruchsvollen Fassaden.
Die im 19. Jahrhundert großenteils aufgegebenen Höhlenwohnungen werden inzwischen gerne als Zeitwohnungssitz genutzt. Man wundere sich nicht, wenn plötzlich Rauch aus der Erde steigt. Er kommt aus dem Kamin einer Felsenwohnung, die heute wieder als Ferienwohnung genutzt werden

Ein paar Kilometer außerhalb von Tours, in einem kleinen Ort namens Rochecorbon, findet man sogar ein Hotel, das sich die Besonderheit dieser Landschaft zu eigen gemacht hat. Das Hotel Les Hautes Roches ist das erste Felsen-Luxushotel in Frankreich. Das Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert liegt an einem Steilhang über den Ufern der Loire. Die Passion von Philippe Mollard hat es ermöglicht, die dahinter liegenden Grotten wieder bewohnbar zu machen. Nach langjährigen Arbeiten konnten diese ehemaligen Schlafsäle eines Klosters ins Hotel mit integriert werden. So entstanden Zimmer mit einem einzigartigen Charme und mit Blick auf den träge vorbeiziehenden Wasserlauf der Loire.
 


 

 


Die Bergoase Tafraoute


Niemand kann von sich behaupten Marokko zu kennen, wenn er nicht das Atlasgebirge überquert und den Antiatlas kennen gelernt hat. Das Atlasgebirge, das sind über viertausend Meter hohe schneebedeckte Berge, ein Wintersportgebiet. Aber wer denkt schon, wenn er Marokko hört, ans Skifahren.


Einer der Höhepunkte auf der anderen Seite des Atlas-gebirges, im sogenannten Antiatlas, ist mit Sicherheit die Kleinstadt Tafraout, eine Bergoase auf einer Höhe von ungefähr tausend Metern, inmitten einer beein-druckenden Granitlandschaft.

Die Stadt liegt etwas abgelegen von Route Agadir - Tiznit, wobei Agadir etwa 170 km entfernt im Westen liegt. Man trifft hier auf einen  Landstrich von außergewöhnlicher Schönheit. Von Regen und Wind rund geschliffene Felsformationen,  die letztlich auf einen vulkanischen Ursprung dieses Teils des Antiatlas hinweisen. Riesige urwüchsige Granitbrocken, die wie es scheint, durch ein kompliziertes Gerüst im Gleichgewicht gehalten werden.
 

Darunter eine  Kasbah aus ockerfarbenem und rotem Mauerwerk. Es leben hier in der Mehrzahl Berber, die in früheren Zeiten als Selbst-versorger vom Ackerbau lebten. Jedoch haben auch sie in den letzten Jahrzehnten die Konsequenzen der Klimaerwärmung zu spüren bekommen. Der immer häufiger ausbleibende Regen in den Wintermonaten zwingt heute einen Großteil der Menschen in die Städte des Nordens abzuwandern. Nur die Einnahmen des Tourismus bringen, wirtschaftlich gesehen, einen gewissen Ausgleich für die Region.














 
 
 


 

Das Chateau de Chenonceau - Schloss der Frauen

Bereist man das Tal der Loire, so kommen einem erst einmal Zweifel, ob es sich bei den Märchen nur um Märchen oder vielleicht doch um wahre Geschichten handelt.
Denn, hier hat man auf einmal das Gefühl alle Märchen-schlösser wahrhaftig vor sich zu haben.
Das Schloss Chenonceau gehört zu den meistbesuchten Schlössern Frankreichs und trägt zusätzlich den Namen "Schloss der Frauen", denn zu allen Zeiten haben Frauen die führende Rolle in der Geschichte dieses Schlosses gespielt.

Am Ende einer Platanen-allee inmitten eines weiten Parks reckt es seine Türmchen und viereckigen Schornsteine in den Himmel. Es muss ursprünglich eine kühne Idee gewesen sein, ein Schloss inmitten eines Flusses zu bauen, besonders wenn man die dürftigen technischen Hilfs-mittel in dieser Zeit bedenkt. Das prächtige Gebäude steht mitten im Cher, wobei der zuerst gebaute Teil mit fast quadratischem Grundriss  am nahen Ufer im Fluss errichtet wurde und erst Katharina von Medici eine Brücke über den Cher bauen lies und darauf eine Galerie über zwei Etagen entstand.


Erbaut wurde im 13. Jahr-hundert eine Burg und eine Mühle. 1512 - nicht mehr bewohnt vom reichen Steuerpächter Bohier gekauft und geschleift, was bedeutet, dass die Gebäude dem Erdboden gleich gemacht wurden. An dieser Stelle wurde das Schloss errichtet. Die Bauaufsicht führte bis zu seiner Vollendung nach 6 Jahren seine Gemahlin Catherine Briconnet, denn der Gatte war in Sachen Italienfeldzüge unterwegs.
Die nächste Schlossherrin wurde 1548 eine Mätresse Heinrich des Zweiten - Diana von Poitiers, die neben dem Schloss einen großer Garten anlegen ließ.
Nach dem Tod Heinrichs wurde Diana von seiner Witwe Katharina von Medici gezwungen, es gegen das Schloss Chaumont einzutauschen. Katharina erweiterte Chenonceau, indem sie die Brücke über den Cher, und darauf die Galerien darauf erbauen lies, wo damals rauschende Fest gefeiert wurden.
Nach ihrem Tod erbte das Schloss die Herzogin von Lothringen, die sich nach der Ermordung ihres Gatten Henri III hierher für ihre Trauer zurückzog, Zimmer und Möbel in schwarz gestalten ließ und als weiße Königin bekannt wurde (Trauerkleidung am Hof)

1733 wurde es vom Generalpächter erworben und seine Frau, Madam Dupin lies die inzwischen verwahrlosten Gärten neu bepflanzen. Es wurde zu einem Treffpunkt für Dichter Schriftsteller und Philosophen.
1864 folge in der Kette der Schlossherrinen   die aus der industriellen Bourgeoisie stammende Madam Pelouze, die das gesamte Familienvermögen einsetzte um dem Anwesen den alten Glanz zurück zu geben.
Letztendlich 1913 landete es in Besitz der Familie Menier einer Schokoladendynastie. Simone Menier ließ die Galerie in ein Krankenhaus umbauen und versorgte hier bis 1918 über 2000 Kriegsverletzte.
Erst 1951 beschlossen Hubert Menier und seine Frau, das Anwesen wieder aufzubauen. Zu jener Zeit waren alle Dächer der Gebäude abgedeckt und der Garten durch ein Hochwasser 1940 vollkommen zerstört.
 
 




 

Das Death Valley

    Hört man den Namen Death Valley, denkt man zuerst an Extreme und damit liegt man auf keinen Fall falsch. 
    Denn - man  taucht ein in eine Landschaft, die  durch Ero- sion geformt wurde.
    Schroffe Felsen, Sanddünen, funkelnde Salzseen und am Horizont die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada. Der größte Park südlich von Alaska ist der heißeste und trockenste Ort in Nordamerika - in extremen Jahren werden Temperaturen über 50 Grad gemessen. Dies liegt zum einen daran, dass diese Landschaft 90 m unter dem Meeresspiegel liegt, und zum anderen sich die feuchten Winde auf ihrem Weg vom Pazifik an fünf Bergrücken abregnen, bevor sie über das Gebiet des Parks ziehen können. Doch diese Wüste ist keineswegs ausgetrocknet. Es gibt zahlreiche Quellen und kleine Oasen und nach den Regenfällen im Frühling entstehen blühende Teppiche aus Wildblumen.
     
    Am Nordeingang des Death Valley warten die Wanderdünen von Stovepipe Wells, die den Hollywood-Regisseuren die Sahara ersetzt und im Abendlicht jeden Fotografen begeistern. Zuweilen soll man
     in den Dünen den "singing sand"  hören, einen tiefen Ton wie aus einer Orgelpfeife der von verwehendem Sand erzeugt wird.

    Einsamkeit ist normal im Hinterland des Parks, nur an Wochenenden sind oft viele Menschen auf den populären Wanderrouten unterwegs. So standen wir dann, mitten in der Woche,  auch erst mal allein auf weiter Flur, als unser Auto auf einmal einen Platten hatte. Es dauerte fast eine Stunde bis  wieder ein Wagen auftauchte, der uns dann auch freundlicher Weise aus der Patsche half.
     
    Nach dem Schrecken kehrten wir unterwegs in einer Bar ein. Wir bestellten ein Bier. Der Chef des Ladens öffnete seine Kühltruhe und zauberte 2 Flaschen Bier und zwei Gläser aus der Truhe hervor. Er schenkte das eiskalte Bier in die eiskalten Gläser - sofort bildete sich eine dünne Eisschicht über der Flüssigkeit - von Schaum keine Spur. Wir prosteten uns zu und nahmen tapfer einen Schluck - nicht gerade bekömmlich an einem kalten Februar-Tag. 
     
     
     

    Italiens Fahrradstadt: Ferrara

    Denkt man darüber nach, wo in Europa das Fahrradfahren besonders populär ist, kommt man wahrscheinlich zuerst auf Holland und niemand würde da an Italien einen Gedanken verschwenden.
    Gerade aus dem Zug gestiegen mit Rollkoffer, Rucksack und Hund. Ich kam an diesem Morgen aus Mailand und war in Bologna in die Regionalbahn umgestiegen. Das Hotel  lag im historischen Zentrum. Ich machte mich also auf den Weg. Es dauerte. Zum Glück bin ich  gepäckmäßig immer gut austariert - was bedeutet: ich muss in der Lage mit meinem Gepäck 4 km zu laufen.
     
    Nach einer halben Stunde hatte ich es geschafft. Im Hotel werde ich erst einmal (wie immer) neugierig manchmal auch misstrauisch beäugt. Es ist mir wichtig, mich wie ein Gast zu benehmen. Also zuerst einmal Gepäck ablegen, Hund ablegen und mich mit einem freundlichen "Buongiorno" zur Rezeption begeben.

    Mein erster Eindruck ist: Ferrara ist eine ausgesprochen fahrradfreundliche Stadt, und damit leider eine Ausnahme in Italien. Es wird behauptet, es wäre die fahrradfreundlichste Stadt Italiens. Die gesamte Altstadt ist autofrei und lädt zum Radfahren ein. Zahlreiche Hotels verleihen Räder an ihre Gäste um die Stadt und ihre Umgebung zu erkunden. Aber auch Fahrrad-Geschäfte bieten diesen Service an. Ferrara ist Universitätsstadt, Sitz des Erzbischofs  und ist von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

    Der historische Stadtkern mit seinen idyllischen Gassen stammt aus dem 14. Jahr-hundert. Umgeben ist die Stadt von einem 9 km langen Stadtwall auf dem man spazieren kann, allerdings muss man einige Unterbrechungen in Kauf nehmen. Insgesamt kann man sagen, dass diese Festung  nicht  den Freizeitwert und die Pflege hat, wie die Stadtmauer von Lucca in der Toscana, obwohl sie von der Architektur  identisch ist.
    In Norden von Ferrara fließt der Po vorbei und man kann fast schon Seeluft schnuppern. Bis zur Adria sind es keine 50 km und Venedig hat man in einer Stunde mit der Regionalbahn erreicht.


    Im Mai 2012 wurde die Stadt von einem Erdbeben der Stärke 6 erschüttert und große Teile der Altstadt waren wegen schweren Schäden abgesperrt. Davon ist - Gott sei Dank - nichts mehr zu sehen.

    Der Grand Canyon


    Eine bekannte amerikanische Psychologin hatte ein simples Rezept für Menschen die an Hochmut litten: Treten Sie an den Rand des Grand Canyon, schauen sie hinab in den erschreckenden Abgrund und erfahren Sie ihre eigene völlige Bedeutungslosigkeit.
    Der Film "Thelma und Louis" gibt die Wucht dieses Eindrucks treffend wieder. Am Ende des Films rasen zwei Frauen in wilder Flucht vor der Polizei in ihrem Auto ahnungslos, vorbei an bizzaren Felsen, über eine Ebene aus roter Erde. Plötzlich, wie aus dem Nichts, tut sich ein  gähnender Abgrund vor ihnen auf und wie vom Donner gerührt, kommen sie nach einer Vollbremsung  Millimeter vor  der  Bruch- kante zum Stehen. 
     
    Das Colorado Plateau ist das Produkt von Gebirgsauffaltungen, Vulkanismus und Plattentektonik, entstanden vor 17 Millionen Jahren. Viele weitere Million Jahre später zerschnitten verschiede Flüsse diese Ebene, bahnten sich ihren Weg durch das weiche Sedimentgestein, bildeten tiefe Schluchten und zerklüfteten die Landschaft - so wie wir sie heute vorfinden wobei Wind, Wasser und Erosion ihr Werk noch nicht vollendet haben. Der bekannteste Fluss in diesem unaufhaltsamen Wirken ist der Colorado River.
    Der Grand Canyon bringt es stellenweise unglaubliche 29 km Breite und seine Wände stürzen bis zu 1800 Meter in die Tiefe hinab. Fossilien - Reste von Korallen, Muscheln und Meeresschnecken - erinnern an eine Zeit, als noch der Ocean das Land bedeckte. 
    Es gibt  mehrere Möglichkeiten das Canyongebiet zu erforschen. Man kann zu Fuß oder per Muli-Karavane  in die Flucht hinabsteigen, mit dem Auto diverse Aussichtspunkte abfahren und spektakuläre Sonnenauf- und untergänge erleben, oder in einen Flieger oder Helicopter steigen und sich in luftiger Höhe einen Überblick verschaffen.
    Es war Februar und der Tag war gekrönt von einem wolkenlosen, blauen Himmel, eisig war der Wind und Schnee lag in der Luft. Wir stiegen in ein Flugzeug der Grand Canyen Airlines, 20 Menschen hatten darin Platz. Unter uns der Colorado River der sich steil und tief ins Felsengestein gegraben hatte. Wir wurden eine Stunde lang gründlich vom Wind durchgeschüttelt und waren, trotz des überwältigenden Eindrucks, etwas blass um die Nase, froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
     




    Das Quartiere Coppedè in Rom

    Fernab von Antike und Barock und abseits der ausge- tretenen Wege des Historischen Zentrums von Rom befindet man  das Quartiere Coppedè. Es ist das Gesamtkunstwerk des italienischen Baumeisters Gino Coppedè  das zwischen 1915 und 1926 entstanden ist. Schon der  Name der  verschiedenen Gebäude lässt einen erahnen  was einen erwartet: Feenvilla, Spinnenpalast  oder Frosch- brunnen. In der Tat steht man vor Gebäuden die  mit Feen, Engeln und Putten, Löwenköpfen und Fabelwesen, schwungvollen Girlanden  und floralen Elementen verziert sind. Die Ausschmückung der Fassaden gehen weit über den modernen Jugendstil hinaus, dessen Einfluss nicht zu übersehen.                                         

    In Rom ist man geteilter Meinung über dieses Werk. Die Kommentare der Römer reichen von euphorischem Lob bis  zur Bezeichnung: architektonischer Sünden- fall. Gino Coppedè, in Florenz geboren, erlernte in der Werkstadt seines Vater Möbeldesign und studierte erst später Architektur. Weitere Gebäude die von ihm entworfen wurden sind das Castello Mackenzie bei Genua, der Palazzo Galli in Neapel und der Palazzo Magaudda in Messina.

    Das Quartiere Coppedè  liegt nicht gerade an Strecke, wo gewöhnlich die Karavanen der Rom-Besucher vorüber ziehen. Man findet es auch nicht auf dem Stadtplan der an der Touristeninformation ausgegeben wird. Am besten packt man die Besichtigung in eine Stadtrundfahrt besonderer Art mit: der Tram Nr 8. Starten sie nach einem Besuch des Museums für moderne Kunst,  passieren  den Zoo (Bioparco genannt) und steigen etwa 10 Minuten später,  wenn die Viale Regina Margarita die Via Tagliamento kreuzt, aus. Gehen sie nach links, und schon  nach 100 Metern stehen sie bereits unübersehbar vor dem prächtigen Torbogen, durch den man das Viertel betritt.
     
    Nach der Besichtigung können Sie mit der Tram im weitern Verlauf den Campo Verano (Zenralfriedhof) das Viertel Tiburtina ( der einzige Stadtteil der im Letzten Weltkrieg zerstört wurde) die Porta Maggiore, die Kirchen Santa Croce in Gerusalemme und San Giovanni in Laterano, das Coloseum mit dem Forum Romanum, den Circo Massimo und am Ende der Fahrt am Bahnhof Ostia/Ostiense den Nicht-Katolischen Friedhof mit der  Piramide di Cestio besichtigen.
    Ein ausgefüllter Tag............


    Der Saguaro - das Wahrzeichen Arizonas

    Verlässt man in Californien den Joshua Tree Park in Richtung Osten, dauert es nicht lange, bis sich die Grenze von Arizona ankündigt. Schon von weitem sieht man sie, meterhohe Säulenkakteen, manchmal auch vielarmig, in den blauen Himmel ragen. Es handelt sich um die mächtigste aller existieren den Kakteenarten, die Saguaros oder auch Kandelaberkaktus genannt. In einer Zeit von Jahrmillionen haben sie sich an Hitze und Trockenheit angepasst. Sie können bis zu 200 Jahre alt werden  und erreichen dann auch eine Höhe von mehr als 15 Metern und einen Durchmesser von einem Meter. Erst im hohen Alter von  ungefähr 70 Jahren bilden sie Verzeigungen und entwickeln Blüten, aus denen dann Kaktusfrüchte heranreifen.

    In unzähligen Western reitet ein Cowboy dem Sonnenuntergang entgegen, begleitet von den Silhouetten der Saguaros.  So ist es dann kein Wunder, dass der Saguaro, abgebildet auf vielen Flaggen und Wappen Arizonas auch zum Wahrzeichen des Staates Arizonas geworden ist. Im Saguaro-Nationalpark und in der Sonora-Wüste, die sich über Arizona, Californien und Mexico erstreckt, eine der größten und artenreichsten Wüstenregionen, die mit ihren Ausmaßen fast an die Fläche von Deutschland reicht, stehen die Saguaros mit Recht unter strengem Artenschutz.