In Italien unterwegs mit dem “Frecciarossa“
























Der “Frecciarossa” ist mit Recht der Stolz der Italiener (ausgesprochen: Frettscha Rossa). In der Werbung wird er als die Metro Italiens bezeichnet. Und in der Tat, um beispielsweise schnell von Mailand in Rom anzukommen, ist der “Frecciarossa“, ( übersetzt: der “Rote Pfeil“), um es mit einem Modewort auszudrücken: alternativlos.
Er schafft die Strecke, non stop, in zwei Stunden und fünfundfünfzig Minuten, immerhin 580 km. Die Alternative wäre der IC mit sechs Stunden Fahrzeit, also wie schon gesagt : alternativlos.
Ich blätterte 86 Euro hin, zweite Klasse inklusive Platzreservierung, was für italienische Verhältnisse ein stolzer Preis ist. Eine zirka zwei Stunden Bahnfahrt mit der Regionalbahn kostet in Italien ungefähr zwölf Euro.
Ich stieg also ein. Wie zu erwarten: komfortable Sitze, moderne Ausstattung. Kaum hatte der den Hauptbahnhof verlassen, steigerte er sein Tempo und raste mit Höchstgeschwindigkeit durch die Poebene. Gerade an Bologna vorbei verschwand er, mit nur wenig gedrosselter Geschwindigkeit in einem Tunnel, um erst kurz vor Florenz wieder ans Licht zu kommen. Er ließ die Stadt unbeachtet und wurde kurze Zeit später erneut von einem Tunnel verschluckt, allerdings mit der Möglichkeit, ab und an im Sekundentakt, einen Blick auf die schöne toskanische Landschaft zu werfen. Die Tunnelfahrt endete bei Arezzo. Dann schoss er durch eine hügelige grüne Landschaft um eine Stunde später im römischen Hauptbahnhof Termini zum Stehen zu kommen.
Der “Frecciarossa” steht nicht allein da. Er hat noch zwei Brüder. Den “Frecciaargento” und den “Frecciabianca” - den Silberpfeil und den weißen Pfeil. Die Drei teilen sich die Arbeit, was bedeutet: zweihundertzehn Verbindungen täglich.

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